Archiv des Autors: Arthur

Castingshows brauchen keine Spannung

Der Hype ist ja nicht mehr ganz neu, kann aber doch immer wieder entfacht werden. Ob ein Pop- bzw. Superstar gesucht wird oder ein Top-Model, alle reißen sich drum. Nicht nur wir Zuschauer, natürlich auch die Sendungen vor und nach der jeweiligen Show berichten von den Hintergründen derer.

Was ich sehr interessant finde sind die jeweiligen Vorschauen auf die nächste Ausgabe. Die sollen natürlich neugierig machen, indem sie andeuten, dass etwas unglaubliches passieren wird, so dass der Fan sich jetzt schon sicher ist, die nächste Woche alles nur nicht diese Sendung links liegen zu lassen.

Doch die Taktik scheint in Wirklichkeit eine andere zu sein: Die Vorschau deutet nicht an, sie legt alles offen. Der kurioseste Moment, die heißeste Szene, der lauteste Streit wird mit all seinen Pointen bereits gezeigt! Das resultiert allerdings keineswegs in Desinteresse, nein! Der Zuschauer ist jetzt überzeugt von der Dramatik, die ihn in der nächsten Sendung erwarten wird, und muss das unbedingt sehen. Das zieht! Ich bin wirklich verblüfft, wie ausführlich Schlüsselszenen schon im Voraus gezeigt werden und wenn man dann die Sendung ansieht, merkt man, dass wirklich keine Steigerung zu der Szene aus der Vorschau mehr drin ist! Das wars! Ich wusste schon alles brisante vorher! Also ich bin da sehr gelangweilt, aber bin offensichtlich eine Ausnahme.

Eigenartiges Volk, diese Fernsehgucker hier!

Kurios

Wir bieten Direct Marketing im Medium Internet und dabei spielt natürlich Email-Marketing eine große Rolle. Kürzlich hat sich eine Dame bei uns beworben, die uns Programmierer unterstützen will. Kein Wunder, war die Stelle ja immerhin ausgeschrieben 😉

Sie hat Vorkenntnisse und Erfahrung vorzuweisen, arbeitet seit vielen Jahren in diesem Bereich, allerdings selbständig. Eine Anstellung in diesem Bereich hatte sie nicht. Laut Angaben in ihrem Lebenslauf hat sie aber bereits an komplexen Projekten mitgearbeitet und bezeichnet sich selbst als sehr kompetente Entwicklerin.
Um den Vorfall zu verstehen, noch eine kurze Hintergrundinfo zu unserer Firma: die Firmenadresse, die auch auf unserer Internetseite zu finden ist, ist nicht die, unter der wir derzeit zu finden sind. Und so schrieb mein Kollege D., der das Gespräch mit ihr führen wollte, ihr drei Tage vor dem Termin folgenden Satz per email:
„Das Bewerbungsgespräch findet am 17.02.2009 in der Dingsbumsstraße 2 statt.“

Sie bestätigte per email, der Termin rückte näher und wir warteten gespannt. Es zeichnete sich ab, dass sie sich wohl verspäten würde. Kann durchaus passieren, da sie ortsfremd ist und wir in einem Einbahnstraßen-Dschungel versteckt sind. Doch die Zeit schritt voran und sie kam einfach nicht. Zwei Stunden später erhält D. eine email von ihr, in der sie sich darüber beschwert, dass sie zu dem vereinbarten Termin niemanden im Büro antreffen konnte. Diese email schrieb sie als Antwort auf die von D., also war der Originaltext von D. auch zu sehen. Und da stand folgendes in der oben gezeigten Zeile geschrieben:
„Das Bewerbungsgespräch findet am 17.02.2009 in der Firmenadresse 1 statt.“

Das Beste: sie hatte sogar noch angerufen und sich nochmal beim Chef selbst beschwert, der zu diesem Zeitpunkt allerdings schon Bescheid wusste. Sie wollte halt durch und durch glaubwürdig wirken. Das alles bei ihrer großen Erfahrung. Bestimmt wusste sie, dass emails auch einen eigenen Quelltext haben und Änderungen nachvollziehbar bleiben. Sie hat uns den Tag doll bespaßt und wir haben beschlossen, ihr keine zweite Chance zu geben. Aber die will sie ja wundersamer Weise auch nicht…

Neuheiten

Neues lernen
neues Jahr
Neues fühlen
neuer Job
Neues beschreiten
neue Verantwortung
Neues erfüllen
neue Freunde
Neues erfreuen
neue Wege
Neues gewöhnen
neues Gehalt
Neue kontaktieren
neuer Platz
Neues üben
neue Aufgaben
Neues geben
neuer Selbstwert

sehr viel Neues in 2009

Empfindungsfähig

Dieser Song, auf den ich soeben gestoßen bin, passt so unverschämt gut zu der in mir schlummernden Jahreswechselsentimentalität. Seis drum, sei er mir wieder ins Gedächtnis gerufen, der mir so vieles gezeigt hat, damals. Mit dem ich so vieles gelernt habe, mit dem ich so männlich und zugleich jungenhaft war, so schelmisch und so verantwortungsbewusst. Dem Leben bin ich mit ihm entronnen, um dieses darauf so freudig wieder in die Arme schließen zu können.

Schon acht Jahre habe ich meinen Freund nicht mehr gesehen, wir haben unsere Aufgaben füreinander erfüllt und leben jetzt in getrennten Welten. Nicht wirklich ohne einander zu haben, manchmal glaube ich sogar, halb er zu sein. Nur die neuen Schritte, die erlebe ich, ohne sie mit ihm teilen zu können. Doch genau so soll es sein.

Ein Tag, an dem er ein neues Kapitel in meinem Leben eingeläutet hat, ist ganz stark mit diesem Song verknüpft.


So wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und dazu die Freude an allem, was ihr bisher erlebt habt, woraus die Vorfreude auf alles noch kommende resultieren mag!

Es weihnachtet

Dieses Jahr ist mir Weihnachten zum ersten Mal heute bei Aldi begegnet:

Nachdem ich an der Kasse meinen Einkauf bezahlt hatte, schob ich meinen Einkaufswagen an das hinter den Kassen befindliche Fensterbrett und wollte da mein erworbenes Gut in die Tasche packen. Dabei fiel mir ein Autoschlüssel auf, der auf der Fensterbank lag. Ich nahm ihn und gab ihn der Kassiererin. Wir stimmten beide darin überein, dass der Eigentümer nicht lange auf sich warten lassen würde, immerhin kann er oder sie ja nicht wegfahren.

Ich widmete mich wieder meinem Einpacken und hörte, wie die eine Kassiererin der anderen zurief, dass ein Autoschlüssel abgegeben worden sei. Dies wiederum hörte eine weitere Kundin und gab sich als die Eigentümerin zu erkennen. Ich hörte dann, wie die Kassiererin ihr sagte, dieser Herr (sie meinte mich) hätte ihn abgegeben. Ich schaute auf, sah den Fingerzeig in meine Richtung, während genau in diesem Moment ein weiterer Kunde zwischen uns durch den freien Raum lief. Die Eigentümerin bedankte sich bei diesem, wie hätte sie auch wissen sollen, dass ich gemeint war. Das beste aber: dieser Herr sagte einfach: „kein Problem, gerne!“.

Wo jetzt hier Weihnachten ist? Na der treueste unter euch Lesern weiß ja bestimmt, dass sich Weihnachten in meinem Inneren abspielt. Ich habe mich über die Situation gefreut, im Hintergrund gestrahlt und war belustigt ohne nur auch den Hauch eines Wunsches zu verspüren, die Situation aufzuklären.

Frohe Feiertage euch allen!

Tierlingumutationen

Der Aal plus ein S –
Der Elch plus ein K –
Der Otter plus ein D –
Der Uhu plus ein J –

…ein Tier mit I fehlt noch, meinem Sohn und mir mag einfach keines einfallen, das in diese Reihe passt. Oh halt, gerade jetzt erscheint es uns:

Der Igel plus ein S –
…leider sehr unsauber.

Wer das System durchschaut und eine bessere I-Lösung oder sonst weitere Ideen für andere Anfangsbuchstaben hat, der möge verlauten lassen!

Cybermusic

Manchmal, da starte ich meinen Winamp-Player, suche die meiner Stimmung entsprechende Musik aus und dann, manchmal eben, starte ich ne hippe Visualisierung auf meinem ach so breiten Bildschirm, wähle meinen Augen-Screen-Abstand so, dass mein Sichtfeld von dem farbigen Raum gefüllt ist und dann, ja dann, dann fliege ich manchmal davon!

Keine Sorge, ich bin nicht abhängig, ich kann jederzeit aufhören und mache es auch nicht so oft und auch nicht so lange am Stück. Ich hab’s unter Kontrolle!

Aber den Fug, den genieße ich schon…