Suicide Walk

Na sowas: Meine Mutter ging heute im Park spazieren! Das besondere daran: völlig unerwartet tut es etwa drei Meter vor ihr einen dumpfen Knall! Verursacher dieses Knalls ist ein etwa 65jähriger Mann, der sich das Leben nehmen wollte und von der nebenstehenden Mauer sprang als meine Mutter dort gerade vorbeilief. Stellt sich mir die Frag: hat dieser Mann absichtlich diesen knappen Abstand zu einem Fußgänger gewählt, um gefunden zu werden? Wollte er demnach die Möglichkeit wahren, gerettet zu werden? Wollte er gar nicht sterben und das war nur der so berühmte ‚Hilfeschrei‘, und er hat sich damit ein Gespräch mit seiner Frau oder anderen nächststehenden Verwandten gespart? Oder hat er schon stundenlang oben auf der Mauer verharrt, den Blick starr in die Unendlichkeit gerichtet, bis er sich innerlich endlich überwunden hatte, abzuspringen? Das würde bedeuten, dass meine Mutter froh sein kann, nicht zwei Schritte früher dort gewesen zu sein! Was bedeutet dieses Ereignis überhaupt für meine Mutter? Natürlich ist sie auch sehr mitgenommen und ruft schon seit Stunden Freunde an, damit sie mit jedem über ihr Erlebnis reden kann – eine Art Verarbeiten bei ihr.
Nun gut, sowas bringt die Weihnachtszeit einfach auch mit sich, schlimm nur, wenn man es so direkt erleben muss…

2 Gedanken zu „Suicide Walk

  1. Iwi

    Ja, Brucersen, da der Mann vor dem Sprung seinen Chef mit nem Hammer angegriffen hat und dann von der Polizei nicht gefunden wurde, bis eben meine Mutter anrief, kam die Geschichte nicht nur in den Fränkischen Tag, sondern auch in die Bild-Zeitung! Und meine Mum war wirklich zufällig grad direkt dort…ein Erlebnis, das sie sich glaub ich merken wird.

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