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Wenn es um die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche geht, dann ist es so, dass jedem Kind/Mensch die Entscheidung selbst überlassen wird, ob er/sie ein Leben in dieser Zugehörigkeit leben will. Allerdings wird früh die Grundlage geschaffen, ein solches Leben mit allen Förmlichkeiten, die dazu gehören, führen zu können. Das äußert sich in der Zeremonie der Taufe. Die Eltern zeigen ihren Willen, ihr Kind christlich zu erziehen und angenommen, das Kind entscheidet sich in reiferem Alter bewusst für diesen Weg, so wird es nicht enttäuscht sein, erst mit Verzögerung in seinem Lebenslauf vom Hause Gottes angenommen worden zu sein.
So weit, so gut. Mir ging es nur um das Prinzip. Die Frage, die ich mir stelle, ist:: sollte dieses Prinzip der Grundsteinlegung nicht auf viele andere Bereiche des Lebens ausgedehnt werden? Da wären etwa Sportarten: Buben könnten gleich bei der Geburt Mitglied in einem Fußballclub, Mädchen in der Balletschule werden. Es könnten aber auch in Aufenthaltsräumen von Geburtenstationen die Eltern Gleichaltriger Grundsteine für Bandgründungen legen oder wäre es nicht sinnvoll, einen Spendendauerauftrag an den Deutschen Tierschutzbund im Namen des Sprößlings einzurichten, so dass dieser sich dann nicht über versäumte Zeit ärgern muss, wenn er in mündigen Jahren tatsächlich Tierliebe ganz groß geschrieben haben will?
Das alles ließe sich wahrscheinlich seitenweise fortführen, aber auf die Idee gekommen bin ich durch Gabriels Eltern. Die haben eine Homepage eingerichtet, die quasi ein blog ist, nur mit dem Unterschied, dass Gabriel noch nicht tippen kann und seine Eltern das so lange für ihn übernehmen, bis er so weit ist. So muss er nach einigen Jahren, in denen er täglich auf dieser Welt gelebt hat, nicht zu vieles nachholen und kann sorglos weiterführen, was für ihn begonnen wurde.

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