Archiv für den Monat: Juni 2009

Wortfehlerei

Vielen Dank, Etosha, für diesen Hinweis!

Der Fernsehsender 3Sat und der Buchverlag dtv haben noch letztes Jahr einen Sprachwettbewerb gestartet, bei dem fehlende Worte zu Themen bzw. Dingen gefunden werden sollten, die noch keine rechten Bezeichner haben.

Hier ein Artikel dazu und die Liste der 70 Gewinnwörter gibt es hier.

Ich finde da wirklich einige gute Worte in der Liste, etwa geruchstaub, Regenwürze, Bellomanie, Lidsenker oder etwa tiefmütig, um nur einige zu nennen. Mein Lieblingswort aus der Liste wurde spontan aber die Bezeichnung für die manchmal ungleiche Verteilung von gutem Wetter tags und nachts:

Wetterverschwendung
…von Heinz Burger

Ach, beim Schreiben ist mir mal wieder aufgefallen, dass ich Momente habe, in denen mir Worte, die eigentlich fast alltäglich sind, nicht einfallen wollen und ich nicht so richtig sagen bzw. schreiben kann, was ich eigentlich will. Da fühle ich mich richtig wortschwach!

Kunstknie für Moslems

Ich, der ich selbst ein von früheren Fußballertagen nicht mehr ganz gesundes Knie besitze, habe heute etwas interessantes erfahren: unter der Forscher-/Entwicklergemeinde von künstlichen Kniegelenken gibt es ein Geschäftsfeld, dessen sich immer mehr annehmen. Es wird viel darin investiert, Kunstknie für Moslems zu entwickeln.

Die normalen Kniegelenke schaffen bei optimaler Weichteilanpassung nach einer Rehabilitationszeit mechanisch maximal eine Beugung von ungefähr 110 Grad. Genug, um im Alltag zu bestehen, jedoch nicht genug, um in Gebetshaltung niederzuknien. Und so wurde hier Geld geschnuppert und wir dürfen bestimmt im hohen Alter alle von verbesserten Knien profitieren, so wir denn welche brauchen.

Oder meint ihr, man muss Moslem sein, um dann auch ein solches Knie zu bekommen? Dann sollten potentielle Patienten vielleicht frühzeitig konvertieren…

Bahngeschichten

Auch wenn ich heute sportlicher Weise mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren bin, so bin ich grundlegend derzeit doch öffentlicher Verkehrsmittelbenutzer. Das ist ganz schön und auch angenehm, besonders, da die Verbindungen (Bus->Zug->Ubahn) für meine Ansprüche recht gut in ihrem Zeitplan liegen.

So habe ich mir auch eine Jahresabokarte besorgt und muss mich nicht um Tickets bemühen. Vor einigen Wochen aber hatte ich meine Karte im Bus verloren. Das wusste ich deshalb so genau, da ich sie dem Busfahrer noch zeigte und gleich nach dem Aussteigen am Bahnhofsplatz in die Tasche griff und sie nicht mehr fand. Der Bus war dann aber auch schon weg. Musste das Telefonat gewesen sein, denn ich hatte mein Handy aus der gleichen Tasche rausfummeln müssen, in der ich auch die Karte hatte.

Nun gut, musste ich eben für 2,60 Euro eine Einzelfahrkarte kaufen. Hin und zurück jeweils das gleiche Spiel. Im Fundbüro wurde meine Karte anscheinend nicht abgegeben, jedoch wurde ich vertröstet, sowas könne auch schon einmal dauern. Nun hatte ich mir eine Woche Zeit gegeben und just am letzten Tag fand ich den Umschlag mit der Karte im Briefkasten. Happy End also und grob 25,- Euro Umkosten deswegen. Hatte ja täglich Fahrkarten gekauft und den Bus nicht mehr benutzt sondern bin zu Fuß bis zum Bahnhof gelaufen.

Einige Tage später sitzt mir im Zug eine Frau gegenüber, die bei der Kontrolle kurz in ihrer Tasche wühlt und dann zum Schaffner sagt, sie hätte ihre Abokarte in der anderen Tasche vergessen. Naja, sagt der Schaffner, zeigen Sie sie halt mal vor, oder so ähnlich. Seine genauen Worte verstand ich nicht, jedenfalls notierte er nichts und ging einfach weiter.

Gestern passierte mir das gleiche: ich hatte meine Karte nicht wie es sich gehört in meinen Geldbeutel getan, sondern sie in der Tasche gelassen, die ich gestern nicht dabei hatte. Auf der Hinfahrt wurde ich nicht kontrolliert. Ich hatte mir aber recht gut überlegt, gleich meinerseits anzubieten, dass ich diese gerne am Bahnhofsschalter vorzeigen werde! Auf der Rückfahrt aber, da kam der Schaffner, ich erklärte ihm die Situation und er meinte ganz nett, das sei durchaus möglich, er bräuchte nur meinen Ausweis. Er notierte einige Dinge in sein mobiles Rechenzentrum und druckte mir einen Zettel aus. Mit diesem solle ich zum Schalter gehen und die Karte vorzeigen. Das würde eine Gebühr von 7,- Euro kosten.

Bah! Mehr als mich zwei Einzelfahrkarten gekostet hätten!

Warum gönnt mir denn niemand eine Freifahrt auf Grund Vergessens?

Eis muss nicht sein

Die, die mich kennen, wundern nicht selten darüber, dass ich kein Eis mag. Als Kind schon gar nicht und jetzt – naja – so ab und zu tue ich es mir an. Dann habe ich aus unerklärlichen Gründen plötzlich Lust drauf, allerdings sollte dann auch viel Beiwerk, etwa Früchte, dabei sein. Ein pures Eis, also etwa eine Kugel auf einer Waffel oder einem Becher, das passiert alle zwei Schaltjahre einmal.

Auch wenn gerade kein Schaltjahr ist, kürzlich war es soweit. Ich ließ mich überreden, mich zu einer Kugel einladen zu lassen. Ich entschloss mich für ein Meloneneis, was auch gut roch und dann sogar ganz gut schmeckte. Aber ich wurde dennoch gequält: der Herr an der Eistheke hatte einen guten Tag und meinte es gut mit all seinen Kunden.

Bei mir hatte er mit dieser einen (als Zahl: 1) Kugel aber nur eines bewirkt: ich werde da niemals mehr hingehen!

EU-Wahlen

Für mich als derzeit noch uninformierten und demzufolge auch unentschlossenen bot sich die Möglichkeit des Wahl-O-Maten.

Brav habe ich alle Fragen nach meinen Vorstellungen beantwortet und bin mit dem Ergebnis der Plätze 2-8 wenig überrascht. Sind doch da die Parteien so gelistet, wie ich es erwartet hätte. Nur Platz 1 hat mich geradezu geschockt: dort stand die Partei, die ich mit Sicherheit auf dem letzten Platz erwartet hätte.

Jetzt steh‘ ich hier ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor…

Muss mich also doch richtig und selbst über mehr als nur die bekannten Schreiereien der Parteien informieren.